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NEX-7 vs. NEX-6 – Sony gewinnt immer

  • Sony NEX-6 – 670 Euro
  • Sony NEX-7 – 940 Euro
    (Preise Stand März 2013)

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Aber wer bitteschön soll denn hier der Dritte sein? Sony NEX-6 gegen Sony NEX-7 – da gibt's keinen Dritten. Doch, du bist der Dritte – der Dritte, der sich nach dem Test darüber freut, dass er nun endlich weiß, welche der beiden Systemkameras die Richtige ist. Denn beide Kameras sind sich so ähnlich, dass immer wieder die Frage auftaucht: Welche ist denn nun für mich eigentlich die Richtige? Und bei einem lockeren Preisunterschied von inzwischen fast 300 Euro darfst – und solltest – du dir die Frage ruhig stellen. Also los geht's: Ring frei zur ersten Runde.

Auf den ersten Blick sehen sich die beiden Systemkameras verdammt ähnlich. Vor allem die Gehäuseformen unterscheiden sich kaum. Beide haben einen angenehm gummierten Griff, der mir ein gutes Griffgefühl gibt. Etwas störend ist für mich der geringe Abstand zwischen Griff und Objektiv. Der Mittelfinger stößt permanent gegen das Objektiv, mit Handschuhen wird's dann noch enger. Allerdings sollte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich etwas größere Hände habe. Die meisten Fotografen dürfte der geringe Abstand also kaum stören. Die Daumenstütze der NEX-7 ist ein wenig stärker ausgeprägt und gibt mir daher noch etwas mehr "Grip". Durch die recht niedrige Bauhöhe der NEXen fehlt mir ein wenig Volumen. Nicht, dass sich die beiden Kameras in meiner Hand verlieren, aber ich mag gerne etwas mehr in der Hand haben. Beide Griffe sind mit einer Gummierung ummantelt, wobei die der NEX-7 etwas angenehmer ist. Insgesamt vermitteln mir beide Kameras ein gutes und sicheres Griffgefühl – Unentschieden in der ersten Runde.

Die recht geringe Bauhöhe der NEXen hatte ich schon erwähnt. Um es genau zu sagen: Es sind 6,7 Zentimeter. Damit sind sie ein paar Millimeter höher als die Olympus PEN Lite E-PL5. Aber die hat zum einen einen kleineren Sensor (Micro-Four-Third-Format) und sie hat keinen elektronischen Sucher. Den hat jedoch die Panasonic Lumix DMC-G5 – und ist dann auch gleich mehr als einen Zentimeter höher. Die Breite beider NEX-Modelle beträgt ziemlich exakt 12 Zentimeter und die Tiefe 4,3 Zentimeter. Lassen wir nun noch die Waage sprechen: 347 Gramm sind es bei der NEX-6 und 342 Gramm bei der NEX-7 – jeweils inklusive Akku und Speicherkarte. Ein wahrlich großer Unterschied ist das nicht. In den Disziplinen Größe und Gewicht gibt's also ein klares ... Unentschieden. Werfen wir einen Blick auf die Kontrollmonitore. Um es vorweg zu nehmen: Auch hier gibt's ein Unentschieden, denn beide Bildschirme sind identisch. Beide lassen sich 90 Grad in die Waagrechte klappen und rund 45 Grad nach unten. Sie lassen sich nicht bis nach oben über die Kamera klappen. Schade, denn für Selbstportraits oder bei Videoaufnahmen von sich selbst finde ich das sehr praktisch. Aber ich geb's zu: Man kann auch ohne auskommen. Womit ich allerdings nur sehr ungerne auskomme: Einem Touchscreen. Und genau den haben die beiden NEXen nicht. Warum ich so ein Fan von Touchscreens bin? Ganz einfach, weil ich in den letzten Wochen und Monaten die Touchfokussierung für mich entdeckt habe. Ich finde es unglaublich praktisch, einfach auf den Teil des Motivs zu tippen, den ich scharf haben möchte und die Kamera macht genau das, was ich will: Darauf scharf fokussieren und auslösen. Ansonsten kann ich auch auf einen Touchscreen verzichten, denn wenn die Navigation durch die Menüs intelligent gelöst ist, muss ich das nicht per Fingerzeig erledigen. Wie gut und einfach die Menüs der Sonys zu durchforsten sind und wie man die Fokussierung auch ohne Touch hinbekommt, das erfahrt ihr noch. Und jetzt also nochmal: Auch für den Kontrollmonitor gibt's ein Unentschieden. Ach ja, hier noch mal die harten Fakten zu den Monitoren: 7,5 Zentimeter Diagonale und 921.600 Bildpunkte.  

Ein großer Vorteil der NEXen: Beide haben neben dem Kontrollmonitor einen elektronischen Sucher. Und der ist auch noch verdammt gut. Die Auflösung der beiden Mini-Glotzen ist so gut, dass man die einzelnen Bildpunkte praktisch nicht mehr erkennen kann. Klar, einen optischen Sucher können sie immer noch nicht ersetzen, aber ich finde das Bild beeindruckend. Und was man bei all dem nicht vergessen sollte: In einem elektronischen Sucher können alle relevanten Aufnahmedaten eingeblendet werden – inklusive elektronischer 3D-Wasserwaage. Und ja, beide Sonys haben eine 3D-Wasserwaage. Das Bild des Suchers ist so gestochen scharf, dass man alle Informationen problemlos erkennen und erfassen kann. Bei meinen ersten Gehversuchen mit den beiden NEXen ist mir allerdings eins aufgefallen: Es gibt keinen Umschalter, mit dem ich zwischen Bildschirm und elektronischem Sucher umschalten kann. Ich bin gezwungen, übers Einstellungs-Menü zu gehen. Da kann ich zwischen Kontrollmonitor und Sucher wählen oder die automatische Umschalten aktivieren. Wie die funktioniert? Ein kleiner Sensor am elektronischen Sucher erkennt, ob sich etwas in der Nähe befindet – vorzugsweise das Auge des Fotografen – und schaltet um. Kleines Problem dabei: Die Kamera schaltet auch um, wenn sich ein Finger, der Mantel oder was anders davor befindet. Das kann manchmal recht lästig sein, vor allem weil die automatische Umschaltung schon anspricht, wenn sich etwas im Abstand von rund drei Zentimetern vor dem Sensor befindet. Genau dafür wäre es extrem praktisch mit einer direkten Taste zwischen Monitor und Sucher umschalten zu können. Und was heißt das jetzt: Das vierte Unentschieden.

Ein Unterschied, der nicht nur Original-und-Fälschung-Fans auffallen dürfte: Die Drehräder auf der Kameraoberseite. Die NEX-7 hat derer zwei und die NEX-6 - ebenfalls zwei. Der Unterschied: Auf der NEX-7 liegen die Räder nebeneinander und sind nicht beschriftet. Auf der NEX-6 liegen sie übereinander und zumindest das Obere ist mit den Belichtungsprogrammen beschriftet. Will heißen: Bei der NEX-6 werden die Belichtungsprogramme ganz klassisch per Drehrad gewählt. Und wie funktioniert das bei der 7er? Fast genauso einfach: Einmal den großen Knopf in der Mitte des Drehrads auf der Kamerarückseite drücken und schon erscheint das virtuelle Programmwahlrad auf dem Kontrollmonitor – ein Dreh am Rad und fertig. Bei den Programmen gibt es zwischen den beiden Modellen nur minimale Unterschiede. Der Wesentliche: Die NEX-7 nimmt nicht nur normale Schwenkpanoramen auf, sondern auch 3D-Schwenkpanoramen. Dafür hat die NEX-6 zwei intelligente Automatiken. Das Problem: Ohne Handbuch erschließt sich mir nicht der Unterschied zwischen den beiden. Noch ein Tipp: Bei der NEX-6 sollte die Funktion "Hilfe-Anzeige" in den Einstellungen auf "Ein" stehen. Ansonsten wird die Wahl des Motivprogramms schon mal zum Ratespiel. Denn: Wählt man die Motivprogramme (SCN) auf der NEX-6, kann man zwar mit dem Drehrad zwischen verschiedenen Motivprogrammen wählen, aber außer einem winzigen Symbol oben links auf dem Monitor wird nicht erklärt, welches Motivprogramm man gewählt hat. Sind die Hilfe-Texte eingeschaltet, werden wie bei der NEX-7 ein Beispielbild und ein kurzer Erklärtext angezeigt. Ob nun zwei Drehräder nebeneinander oder zwei übereinander besser sind, kann ich nicht so recht sagen. Beide Konzepte haben Vor- und Nachteile. Später werde ich noch etwas zur Bedienung der Kameras schreiben, vielleicht fällt euch dann die Entscheidung leichter, welches Variante für euch die Bessere ist. Tja, das ist dann wohl wieder ein Unentschieden.

 

 

 

 

 

 

Nach den ersten vier Runden lautet der Zwischenstand:  
NEX-7 – NEX-6     4 : 4

 

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TOP 1 – Testbilder und ISO-Reihen

Nach so vielen Unentschieden sollte es jetzt eine klare Entscheidung geben, denn es geht um die Bildqualität. Und da hat die NEX-7 rein nach der Papierform die Nase vorn. In beiden Kameras sorgen Bildsensoren im APS-C-Format mit den Abmessungen 23,5 x 15,6 Millimeter – das entspricht einem Seitenverhältnis von 3 : 2 – für die Aufzeichnung des Bildes. Allerdings werkelt in der NEX-7 ein Chip mit 24 Megapixeln und in der NEX-6 einer mit "nur" 16 Megapixel. Das sind acht Millionen Pixel Unterschied. Damit sollte die 7er also deutlich die Nase vorn haben, zumindest wenn es um das Thema Detailwiedergabe geht. Etwas anders sieht es bei der Frage nach dem Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten aus. Üblicherweise neigen Sensoren mit extrem hohen Megapixel-Werten zu Bildstörungen, je höher die ISO-Empfindlichkeit gewählt wird. Apropos ISO-Empfindlichkeiten: Bei beiden Kameras beträgt die niedrigste ISO-Einstellung ISO 100. Bei der NEX-7 lässt sie sich auf maximal ISO 16.000 einstellen, bei der NEX-6 geht es bis 25.600 – ob der Wert allerdings noch brauchbare Ergebnisse liefert, zeigen die Testbilder. Hierzu noch eine Anmerkung: Während der letzten Tage war es in Hamburg immer leicht diesig. Da ich den Test aber unbedingt zügig veröffentlichen wollte, habe ich erst mal die ISO-Reihen trotz des nicht perfekten Wetters gemacht. Sobald sich die Gelegenheit ergibt, schieß ich noch mal Fotos bei perfektem Sonnenwetter nach – und natürlich auch noch in der Dämmerung. Dennoch lassen sich auf den Testbildern die wichtigsten Unterschiede in der Qualität erkennen. Also los geht's.

 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 25600 beziehungsweise ISO 16000. 

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
  • Sony NEX-6 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (4) ISO 400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (4) ISO 400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (4) ISO 400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (9) ISO 25600 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (9) ISO 25600 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-6 (9) ISO 25600 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (3) ISO 400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (3) ISO 400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (3) ISO 400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (9) ISO 16000 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (9) ISO 16000 50mm f1.8 OSS 1200 x 800Sony NEX-7 (9) ISO 16000 50mm f1.8 OSS 1200 x 800
 
Die Aufnahmen wurden mit den Sony-Objektiv 50mm/f1.8 OSS gemacht. In der Vollansicht bei reduzierter Auflösung sehen die Aufnahmen bis ISO 1600 klasse aus. Auch bei ISO 3200 fallen die Bildstörungen (Rauschen) sehr gering aus. Große Unterschiede zwischen der NEX-6 und NEX-7 kann ich bis jetzt nicht ausmachen. Bei der NEX-7 fallen mir bei ISO 6400 die ersten Störungen auf. In dieser Empfindlichkeit sehe ich bei der NEX-6 noch keine nennenswerten Störungen, die fallen mir erst bei ISO 12800 auf, in der höchsten ISO-Stufe 25600 sind sie dann deutlich sichtbar. Die NEX-7 zeigt bei ISO 12800 deutlich sichbare Störungen, die in der höchsten Stufe ISO 16000 noch störender sind. Schauen wir uns nun das Ganze im Detail an. Dazu habe ich aus beiden ISO-Reihen jeweils einen Ausschnitt von 1200 x 800 Bildpunkten in Originalauflösung ausgeschnitten. Auf Grund der unterschiedlichen Auflösung sehen die Ausschnitte natürlich nicht exakt gleich aus, sind aber dennoch gut vergleichbar.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder haben eine Größe von 1200 x 800 Pixel und sind in Original-Auflösung gespeichert. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 25600 beziehungsweise ISO 16000. 

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
  • Sony NEX-6 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (3) ISO 400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (3) ISO 400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (3) ISO 400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-6 (9) ISO 25600 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (9) ISO 25600 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-6 (9) ISO 25600 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (1) ISO 100 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (2) ISO 200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (3) ISO 400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (3) ISO 400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (3) ISO 400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (4) ISO 800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (5) ISO 1600 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (6) ISO 3200 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (7) ISO 6400 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (8) ISO 12800 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800
  • Sony NEX-7 (9) ISO 16000 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (9) ISO 16000 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800Sony NEX-7 (9) ISO 16000 50mm f1.8 OSS Detail 1200 x 800

 
 

Jetzt werden die Unterschiede deutlicher. Bis ISO 400 zeigen die Aufnahmen der NEX-6 praktisch keine Bildstörungen. Die Farbflächen werden gleichmäßig wiedergegeben, die Seile präzise abgebildet und die Schrift auf dem Kran ist deutlich lesbar. Auch dicht beeinanderliegende Seile sind noch einzeln zu erkennen und verschwimmen nicht. Bei der NEX-7 ist das bis ISO 200 ebenso. Deren Aufnahmen zeigen ab ISO 400 die ersten leicht sichtbaren Bildstörungen (Rauschen). Die blauen und roten Flächen sind nicht mehr ganz so gleichmäßig. Dieser Effekt tritt bei der NEX-6 ab einer ISO-Empfindlichkeit von ISO 800 auf. Deteils gehen jedoch bislang nicht verloren. Auch feinste Seile sind noch einzeln sichtbar. In der nächsten ISO-Stufe von ISO 800 werden bei der NEX-7 die Störungen noch etwas deutlicher. Die roten und blauen Flächen zeigen schon etwas deutlichere Unregelmäßigkeiten. Bei der NEX-6 tritt dieser Effekt erst ab ISO 1600 auf. Die Detailwiedergabe ist aber bei beiden Kameras noch gut. Auch die feinen Seile verschwimmen noch nicht, sondern werden einzeln wiedergegeben. Erst bei ISO 3200 gehen die bei der NEX-6 etwas verloren. Auf dem Schild unten links am Kran ist der Schriftzug "Container Terminal Hamburg" nun nicht mehr klar lesbar. Einige Buchstaben verschwimmen. Ebenso sieht es mit den Seilen aus. Jetzt kommt die bessere Auflösung der Sony NEX-7 ins Spiel. Bei der sind die Bildstörungen bei ISO 3200 zwar auch deutlich sichtbar in den roten und blauen Flächen. Der Schriftzug auf dem Schild links unten ist allerdings noch deutlich zu lesen. Erst bei ISO 6400 ist damit Schluss. Dann verschwimmt die Schrift und auch die einzelnen Seile sind nicht mehr zu unterscheiden. Bei ISO 12800 werden die Störungen nun ganz deutlich sichtbar und auch dickere Seile verschwimmen. Noch schlimmer ist es bei ISO 16000. Nun sind die Störungen als Pixel-Klumpen zu sehen und die meisten Details sind verloren gegangen. Ähnlich sieht es bei der NEX-6 aus. Bei ISO 6400 verschwimmen feine Seile endgültig und sind nicht mehr einzeln zu erkennen. Ab ISO 12800 wirken die Störungen in den blauen und roten Flächen unangenehm. Kanten fransen aus und die Übergänge zwischen roten und blauen Flächen verschwimmen. In der höchsten ISO-Einstellung von 25600 sind die Störungen sehr deutlich sichtbar und verschlucken auch gröbere Strukturen wie die Abgrenzung der einzelnen Container auf dem Schiff.

Neben dem Rauschverhalten bei verschiedenen ISO-Einstellungen ist die Detailwiedergabe ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Die Kamera sollte alle feinen Strukturen eines Motivs so originalgetreu wie möglich wiedergeben. In meinem Bildbeispiel sind das die feinen Seile und die Beschriftungen der Container. Bei Landschaftsaufnahmen sind das feine Äste in Bäumen, die Grashalme einer Wiese und feine Strukturen beispielsweise in der Rinde eines Baums. Nun ist es schwierig, zwei Kameras mit unterschiedlicher Auflösung zu vergleichen. Wählt man einen Ausschnitt mit gleicher Auflösung, sehen die Motivausschnitte unterschiedlich aus – so wie in dem Vergleich oben. Vergleicht man zwei identische Motivausschnitte, so ist die Auflösung unterschiedlich. In der Praxis ist der Vergleich eines Bildausschnitts jedoch am sinnvollsten. Denn ich fotografiere ja ein bestimmtes Motiv und nicht einen entsprechenden Ausschnitt. Also habe ich aus meinem Motiv zwei identische Motivausschnitte genommen und die zu einem Bild zusammengefügt. Beide Ausschnitte wurden entsprechend passend im Bildbearbeitungsprogramm (Photoshop Elements 10) vergrößert. Das Ergebnis sieht dann so aus: 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild wird die Aufnahme in hoher Auflösung gezeigt. 

  • NEX-6 NEX-7 DetailvergleichNEX-6 NEX-7 DetailvergleichNEX-6 NEX-7 Detailvergleich

Jetzt zeigt sich, dass die NEX-7 ihren Pixel-Vorteil sehr gut ausspielt. Die Aufnahmen zeigen deutlich mehr Details. Am meisten fällt mir das bei den Logo mit dem Schriftzug "Italia" auf dem mittleren Container auf. Während die NEX-7 diesen Schriftzug noch präzise wiedergibt, ist er bei der NEX-6 nicht mehr zu lesen. Aber auch bei den anderen Schriften und Details sieht die NEX-7 deutlich besser aus und liegt sichtbar vor der NEX-6. Ganz klar: Acht Millionen Pixel machen da den Unterschied.

Selbstverständlich können sämtliche Bilder in voller Auflösung auf meinem Flickr-Konto begutachtet werden:

NEX-6:          

NEX-7:     

 

Und wie sieht nun die Bewertung aus?

 

Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten: Unentschieden. Meine Begründung: Das Rauschen der NEX-6 setzt zwar etwas später ein, aber die Details bleiben bei der NEX-7 länger erhalten.

Detailauflösung: 1 : 0 für die NEX-7. Ganz klar, hier spielt die 7er ihren Pixelvorteil aus und hängt die NEX-6 ab.

Und so sieht dann der Zwischenstand aus:
NEX-7 – NEX-6       6 : 5

Noch eine Anmerkung zu den Objektiven: Die Detailvergleiche habe ich wie erwähnt mit beiden Kameras mit der 50mm-Festbrennweite gemacht. Wie auf dem Titelbild des Tests zu sehen, habe ich zu beiden Kameras jeweils unterschiedliche Objektive bekommen. Einmal das "alte" Standardzoom E 18-55mm f3.5-5.6 OSS und das neue Powerzoom-Objektiv E 16-50mm f3.5-5.6 PZ OSS. Nun stelle sich für viele die Frage: Welches soll ich denn nun nehmen. Das alte ist deutlich größer, und schwerer, dabei vor allem länger, so dass die Kamera – egal ob NEX-6 oder NEX-7 – lange nicht mehr so gut in die Jackentasche passt. Außerdem hat das neue Powerzoom zwei Millimeter mehr Brennweite in der Weitwinkeleinstellung und eben die elektrische Verstellung des Zooms. Das ist für Filmer besonders interessant, da sie beim Video-Dreh nicht mehr am Zoomring schrauben müssen, sondern die Kamera sehr ruhig halten können und dabei zoomen. Persönlich finde ich diesen Vorteil prima und nutze ihn sehr gerne. Aber das alles entscheidende ist die Bildqualität. Und da habe ich die beiden Objektive an der NEX-7 mal verglichen. 

Die auffälligsten Unterschiede sind die Vignettierung in der Weitwinkeleinstellung und die Verzerrung. Um es gelinde auszudrücken: Das neue Powerzoom ist in der größen Weitwinkel-Einstellung von 16 Millimetern nicht sonderlich gut. Bei voller Blendenöffnung von f3.5 sind die Bildecken extrem dunkel. Und selbst bei Blende f11 ist das noch deutlich zu sehen. Gleiches gilt für die Verzeichnung. In beiden Punkten schneidet das alte 18-55 deutlich besser ab. Da Bilder mehr als tausend Worte sagen – hier die Ergebnisse.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder haben eine Größe von 1200 x 800 Pixel und sind von der Original-Auflösung heruntergerechnet. Das Objektiv sowie die dazugehörige Einstellung der Blende und die Brennweite stehen in der Bildunterschrift. In der oberen Reihe sind die Ergebnisse des neuen 16-50mm Powerzooms zu sehen, darunter die des "alten" 18-55mm und abschließend der Unterschied in der Vignettierung. 

  Vergleich der Vignettierung und Verzerrung
Sony E 16-55mm f3.5-5.6 PZ OSS
  • 16-50 Powerzoom neu (1) f3.5 16mm 1200 x 80016-50 Powerzoom neu (1) f3.5 16mm 1200 x 80016-50 Powerzoom neu (1) f3.5 16mm 1200 x 800
  • 16-50 Powerzoom neu (2) f5.6 16mm 1200 x 80016-50 Powerzoom neu (2) f5.6 16mm 1200 x 80016-50 Powerzoom neu (2) f5.6 16mm 1200 x 800
  • 16-50 Powerzoom neu (3) f11 16mm 1200 x 80016-50 Powerzoom neu (3) f11 16mm 1200 x 80016-50 Powerzoom neu (3) f11 16mm 1200 x 800
  • 16-50 Powerzoom neu (4) f22 16mm 1200 x 80016-50 Powerzoom neu (4) f22 16mm 1200 x 80016-50 Powerzoom neu (4) f22 16mm 1200 x 800
Sony E 18-55mm f3.5-5.6 OSS
  • 18-55 alt (1) f3.5 18mm 1200 x 80018-55 alt (1) f3.5 18mm 1200 x 80018-55 alt (1) f3.5 18mm 1200 x 800
  • 18-55 alt (2) f5.6 18mm 1200 x 80018-55 alt (2) f5.6 18mm 1200 x 80018-55 alt (2) f5.6 18mm 1200 x 800
  • 18-55 alt (3) f11 18mm 1200 x 80018-55 alt (3) f11 18mm 1200 x 80018-55 alt (3) f11 18mm 1200 x 800
  • 18-55 alt (4) f22 18mm 1200 x 80018-55 alt (4) f22 18mm 1200 x 80018-55 alt (4) f22 18mm 1200 x 800
Verzerrung
  • 16-50 Powerzoom neu Verzerrung bei 16mm 1200 x 80016-50 Powerzoom neu Verzerrung bei 16mm 1200 x 80016-50 Powerzoom neu Verzerrung bei 16mm 1200 x 800
  • 18-55 alt Verzerrung bei 18mm 1200 x 80018-55 alt Verzerrung bei 18mm 1200 x 80018-55 alt Verzerrung bei 18mm 1200 x 800

Neben diesen beiden klar sichtbaren Unterschieden, erkennt man bei genauer Betrachtung, dass das alte Zoomobjektiv mehr Schärfe, Brillanz und Detailauflösung liefert. Hier schlägt die kompakte Bauweise des Powerzooms gnadenlos zu. Besonders in den Grenzbereichen bei Offenblende wirkt sich das deutlich aus. Daher meine Empfehlung: Wer nicht dauerhalft mit der NEX filmen möchte und nicht auf das letzte Quäntchen Gewichtsersparnis und möglichst geringe Größe Wert legt, sollte sich für das alte Objektiv entscheiden. Die zwei Millimeter mehr Brennweite im Weitwinkelbereich sind bei Landschaftsaufnahmen praktisch nicht nutzbar. Und wo sonst, wenn nicht bei tollen Panoramen brauch ich die zwei Millimeter. Denn selbst bei kleinster Blende ist die Vignettierung noch zu erkennen. Sicher lässt sich das nachträglich mit entsprechenden Programmen und einigem Aufwand verbessern, aber ob man das machen will? Mir wäre es zu aufwendig. Und wirklich brauchbare Ergebnisse liefert das Powerzomm erst ab einer Brennweite von 20 Millimetern. Klar zeigt auch das alte 18-55mm-Objektiv Vignettierung bei 18 Millimetern. Aber bei Blende f11 verschwindet die soweit, dass die Aufnahmen brauchbar sind. Auch die Verzeichnung fällt deutlich geringer aus. Daher mein Tipp: Das alte 18-55mm ist die bessere Wahl, wenn es um die Bildqualität geht.

 

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TOP 2 – Die Bedienung

Ein bisschen was zur Bedienung der beiden Kameras hatte ich ja schon gesagt. Ein Drehrad, zwei Drehräder, ein Vierwege-Kombischalter mit Drehrad, zwei Tasten neben dem Display, eine Funktionstaste neben dem Auslöser und noch ein zwei weitere Tasten und Schalter, das sind die Bedienelemente, mit denen ich mich beschäftigen muss. Und ja, beschäftigen ist das richtige Wort. Nicht dass ich die Bedienung der beiden NEX-Modelle kompliziert finde, aber ich finde sie auch nicht unbedingt intuitiv und schnell lernbar.

Woran das liegt? Weil die Tasten je nach eingestelltem Belichtungsprogramm immer wieder unterschiedliche Funktionen bekommen. Klar, die Kameras geben mir auf dem Bildschirm Hinweise, wie die Belegung der Tasten ist, aber das erfordert immer wieder Aufmerksamkeit von mir. So zeigt mir die NEX-7 an, welche Funktionen die beiden Drehräder an der Kameraoberseite gerade haben. Aber das nur, wenn ich die entsprechende Display-Einstellung gewählt habe. Die wird bei beiden Kameras mit mehrmaligem Druck auf den oberen Rand des Vierwegeschalters gewählt. Darüber lässt sich auch die 3D-Wasserwaage aktivieren. Insgesamt stehen bei der NEX-7 acht und bei der NEX-6 sieben verschiedene Ansichten zur Auswahl. Per Menü kann ich einstellen, welche Ansichten mir gezeigt werden sollen. Besonders praktisch für Brillenträger oder Fotografen mit einer leichten Weitsichtigkeit: die Einstellung "Große Schriftgröße". Ist die aktiviert, werden die Kameraeinstellungen in etwas größerer Schrift auf dem Monitor angezeigt. Insgesamt sind im Kameramenü zahlreiche Einstellungen für Monitor und Sucher möglich. Man sollte damit ruhig ein bisschen herumexperimentieren. Hier die wichtigsten Anzeigevarianten:

 
 
 
     


Jetzt mal was Generelles zu den Menüs der Sony. Ich finde die Einteilung und Gestaltung recht – sagen wir es mal so – schwierig. Da gibt es ein Kamera-Menü in dem ich so Sachen wie Bildfolgemodus, Autofokus-Einstellungen, Gesichtserkennung und Monitor-/Sucher-Einstellungen verändern kann. Dann gibt es ein Menü Bildgröße in dem ich Bildgröße, Auflösung, Seitenverhältnis und die Aufnahmeeinstellungen für Videos festlegen kann. Und es geht weiter mit dem Menü Helligkeit/Farbe. Darin werden dann der Weißabgleich, die Belichtungsmess-Methode, die DRO/HDR-Funktion, der Bildeffekt und der Kreativmodus festgelegt. Und weil es so schön ist, hat Sony dem Fotografen dann noch das Einstellungs-Menü spendiert. Da geht's dann um den ganzen Rest. Also: Belegung der Funktionstasten, Einstellungen zur manuellen Fokussierung, alle möglichen Objektiv-Einstellungen, Einstellungen zur Videofunktion, Datum und Uhrzeit sowie bei der NEX-6 die Einstellungen der WLAN-Funktion. Ach ja, ein Wiedergabe-Menü gibt's auch noch und die NEX-6 hat obendrauf noch das Application-Menü. Generell finde ich es ja gut, wenn nicht alle Menüpunkte in einem Bereich untergebracht sind, da das meist sehr unübersichtlich ist. Aber ganz ehrlich: Die Aufteilung bei der Sony verstehe ich nicht. Warum sind nicht alle Fotofunktionen zusammengefasst, alle Videofunktionen und die übrigen Funktionen in einem globalen Einstellungsmenü untergebracht? Was die Sache aber noch zusätzlich erschwert: Einige Punkte in den Menüs werden hellgrau angezeigt und können dann nicht eingestellt werden. Schaltet man die Hilfefunktion der NEXen ein – was ich empfehlen würde – kommt bei diesen Punkten nur die lapidare Meldung: "Diese Funktion ist derzeit deaktiviert." Was in dem Hilfetext aber nicht steht, warum sie deaktiviert ist. Denn nun fängt das große Ratespiel an. Ein Beispiel gefällig? Bitteschön. Viele Fotografen nutzen ja die sogenannte Kantenanhebung. Dabei werden – um es einfach auszudrücken – bestimmte Bereiche des Bildes farbig hervorgehoben, was das manuelle Fokussieren erleichtert. Geht man ins Menü kann es sein, dass die Funktion grau dargestellt wird und eben deaktiviert ist. Nun stellt sich die Frage warum? Um es kurz zu machen: Die Funktion kann nur eingestellt werden, wenn die Kamera auf manueller Fokus "MF" oder halbmanueller Fokus "DMF" steht. Ist die Kamera auf Autofokus "AF" eingestellt, kann die Kantenanhebung nicht eingestellt werden. Und warum steht nicht genau das im Hilfetext?

Meine liebste Funktion ist übrigens "Eye-Start AF". Laut Hilfetext macht sie folgendes: "Einstellung, ob der Autofokus verwendet wird, wenn Sie durch den Sucher schauen." Also ganz ehrlich, ich fände das schon toll, wenn die Kamera auch dann den Autofokus nutzt, wenn ich durch den Sucher schaue. Das Blöde: Ich kann diese Funktion nicht aktivieren. Und noch viel blöder: Ich habe bis heute nicht herausgefunden, was ich in welchem Menü wie einstellen muss, um diese verdammte Funktion zu aktivieren. Die gute Nachricht: Auch ohne die Funktion zu aktivieren, funktioniert der Autofokus. Da ich euch aber nicht unwissend zurücklassen möchte, habe ich mich mit den Handbuch beschäftigt – was Männer ja erfahrungsgemäß eigentlich nie machen. Und siehe da, manchmal lohnt es sich doch, denn auf Seite 136 habe ich die Lösung gefunden: "Dieses Element ist nur verfügbar, wenn der LA-EA2 Mount-Adapter (separat erhältlich) angebracht ist." Und jetzt noch mal meine Frage: Warum, verdammt noch mal, steht das nicht auch im Hilfetext? Wofür gibt es die denn dann?

Kommen wir nun zu einem wichtigen Punkt: der Fokussierung. Natürlich kann ich mit der Sony nicht nur den Autofokus nutzen, sondern auch manuell fokussieren. Zusätzlich gibt es die sogenannten Direkt-Manuellfokus-Funktion "DMF". Dabei visiere ich das Motiv an, tippe den Auslöser an, die Kamera fokussiert scharf und nun kann ich am Objektiv die Schärfe noch mal präzise nachführen. Sobald ich am Objektivring drehe, wird die Autofokus-Lupe eingeschaltet. Soweit so gut. Wenn ich nun aber die Lupe weiter vergrößern möchte oder den Ausschnitt verschieben möchte, geht das eigentlich ohne Probleme – solange ich den Finger auf dem Auslöser lasse. Wie ich allerdings den Finger auf dem Auslöser lassen soll und dabei gleichzeitig den Vierwegeschalter bedienen soll, das verrät mir Sony leider nicht. Ich hab's mit meinen großen Fingern jedenfalls nicht geschafft, ohne entweder versehentlich ein Bild zu machen oder den Auslöser versehentlich loszulassen. Fürs einfache Fokussieren mag DMF gut sein, aber mehr auch nicht. Wenn ich wirklich präzise arbeiten möchte, dann hilft nur eins: Manueller Fokus.

Bei der NEX-6 geht die Umstellung ganz flott über die AEL-Taste auf der Kamerarückseite. Dazu muss die entsprechende Funktion aktiviert werden. Das geht so: Einstell-Menü aufrufen, dann den Punkt "Key-Benutzereinstellungen" aufrufen und unter dem Punkt "AEL-Tasteneinstellung" den Punkt "AF/MF-Auswahl" festlegen. Drückst du nun die AEL-Taste, kannst du blitzschnell per Drehrad (egal welchem) zwischen AF, MF und DF wählen. Möchtest du die AEL-Taste mit einer anderen Funktion belegen, gibt es eine Alternative: Das Umstellen per Funktionstaste. Dazu das Einstellmenü aufrufen, den Punkt "Funktionsmenü-Einstlg." aufrufen und dann bei Anpassung 1 den Punkt "AF/MF-Auswahl" aktivieren. Und wenn wir schon dabei sind, würde ich auf die Anpassung 2 den Punkt "AF-Feld" legen. Auf die Punkte drei bis sechs kannst du dann deine Wunscheinstellungen legen. In der praktischen Arbeit sieht das dann so aus: Funktionstaste vorne am Auslöser drücken, mit dem Vierwegeschalter die gewünschte Position ansteuern und mit einem Dreh am Rad die gewünschte Einstellung wählen. So kannst du schnell zwischen manueller Fokussierung und Autofokus umschalten. 

Bei der NEX-7 gibt es eine noch schnellere Möglichkeit zwischen Autofokus und manuellem Fokus umzustellen. Mit dem AF/MF-Knopf auf der Kamerarückseite. Dazu musst du im Menü die entsprechende Funktion aktivieren. Das geht wieder übers Einstell-Menü: Dort die "Key-Benutzereinstellungen" aufrufen und unter dem Punkt "AF/MF-Taste" die Einstellung "AF/MF-Steuerung" wählen. Nun im Einstellmenü den Punkt "AF-MF-Steuerg." aufrufen und "Umschalten" aktivieren. Ist jetzt der kleine Hebel am Druckknopf nun auf AF/MF gestellt, wird mit einem Druck auf die Taste zwischen Autofokus und manuellem Fokus umgeschaltet. Man muss also nicht wie bei der NEX-6 noch die Fokus-Methode wählen, sondern mit jedem Druck wird zwischen AF und MF umgeschaltet. In der praktischen Arbeit könnte das dann so aussehen: Autofokus einschalten, Motiv anvisieren, den Auslöser kurz antippen, damit die Kamera schon mal scharf stellt, dann den AF/MF-Knopf drücken und manuell nachfokussieren. Nun kannst du den Fokuspunkt per Vierwegeschalter beliebig verschieben und die Lupe zusätzlich vergrößern. 

Wenn wir schon beim Thema Fokussieren sind: Wie verschiebe ich den Autofokus-Punkt? Ich hatte ja schon gesagt, dass die NEXen keinen Touchscreen für eine Touchfokussierung haben. Also gilt es, bei gestalteten Aufnahmen den Autofokuspunkt genau an die Stelle des Motivs zu schubsen, den ich scharf haben möchte. Dazu muss zunächst das AF-Feld auf "Flexible Spot" eingestellt werden. Wenn man sich die Umstellung nicht auf eine Funktionstaste gelegt hat, geht das über Kamera-Menü. Drückst du nun die untere Taste rechts neben dem Display, erscheint der rote Autofokuspunkt. Der lässt sich nun per Vierwegeschalter genau an die Stelle positionieren, auf den die Kamera scharf stellen soll. Mit OK bestätigen – fertig! Natürlich klappt das nicht nur auf dem Kontrollmonitor, sondern auch mit dem elektronischen Sucher. Auch hier gilt: Übung macht den Meister.

So, ein paar Funktionen habe ich euch beschrieben. Aber, die Menüs der NEXen sind sehr umfangreich und bieten zahlreiche Möglichkeiten, die Kameras zu individualisieren. Hier heißt es: Durchwühlen und vielleicht doch mal das Handbuch zu Rate ziehen. Denn vor allem die Belegung der Drehräder und Funktionstasten kann man genau nach seinen Wünschen festlegen. Bei der NEX-7 lassen sich übrigens vier Einstellungen auf die Funktionstaste am Auslöser legen. Mit jedem Druck schaltet die Kamera eine Funktion weiter. Außerdem lässt sich die untere Taste rechts neben dem Kontrollmonitor individuell belegen. Ihr findet das im Einstell-Menü unter dem Punkt "Key-Benutzereinstellungen". Bei der NEX-6 sind es sechs Einstellungen. Mit einem Druck auf die Funktionstaste werden die am unteren Bildschirmrand  angezeigt. Die Wahl geschieht dann per Drehrad und Vierwegeschalter.

Ach ja, auf vier Punkte möchte ich noch hinweisen. Hinter dem Begriff SteadyShot verbirgt sich bei Sony der Bildstabilisator. Der ist bei den NEXen nicht in die Kamera eingebaut, sondern ins Objektiv. Damit der auch aktiv ist, muss er im Menü eingeschaltet werden. Das geht im Einstell-Menü eben unter genau diesem Punkt SteadyShot. Ich find's etwas unglücklich, dass Sony diesen Begriff dafür verwendet – aber gut, jetzt weiß es ja jeder, den meinen Test ließt. Der zweite Punkt: Bei beiden Kameras lässt sich der Auslöser zum Starten einer Videoaufnahme ausschalten. Warum ich das schreibe? Weil ich mit meinen dicken Fingern den Videoauslöser bestimmt schon 20 mal versehentlich gedrückt habe. Einmal hab ich's nicht gemerkt und die Kamera hat die Speicherkarte vollgeschrieben. Wenn du dann ein Foto machen möchtest, kommt der freundliche Hinweis, dass der Speicher voll ist. Und das Löschen kann ein Weilchen dauern. Also, wer auch dicke Finger hat und nicht immer Video-schussbereit sein möchte: Ab ins Einstell-Menü und unter dem Punkt "MOVIE-Taste" die Option "Aus" wählen. Apropos Tastensperre kommt jetzt der dritte Tipp, der gilt allerdings nur für die NEX-7: Falls du mal ganz hektisch an den Drehrädern drehst und es passiert rein gar nichts, dann drück die Funktionstaste beim Auslöser mal einen Moment länger. Denn damit lassen sich die Regler und Räder sperren, wenn der entsprechende Menüpunkt aktiviert ist. Den findest du im Einstell-Menü unter dem Punkt "Regler-/Radsperre". So und jetzt – last but not least: Beide Kameras haben je einen elektronischen Sucher, so dass du auch bei hellem Umgebungslicht vernünftig was erkennen kannst. Aber es gibt Situationen, in denen man auch bei hellem Licht mit dem Kontrollmonitor arbeiten möchte. Genau in solchen Situationen kannst du das Display auf "Sonnig" stellen. Die Umstellung findest du im Einstell-Menü unter dem Punkt "LCD-Helligkeit" – bei beiden Kameras.

Noch ein Satz für die "Spielkinder" unter euch. Neben den neun (NEX-6) beziehungsweise acht (NEX-7) Motivprogrammen, die du über die Programmwahl SCN aufrufst, haben die NEXen noch diverse Bildeffekte und den Kreativmodus. Aufgerufen werden die im Menü "Helligkeit/Farbe". Bei der NEX-7 stehen folgende Bildeffekte zur Wahl: Neutral, Lebhaft, Standard, Sepia, Schwarz/Weiß, Herbstlaub, Nachtszene, Sonnenuntergang, Landschaft, Portrait, Hell, Tief und Klar. Die NEX-6 hat ein paar weniger: Standard, Lebhaft, Portrait, Landschaft, Sonnenuntergang und Schwarz/Weiß. Bei allen Effekten lassen sich Kontrast, Sättigung und Schärfe noch individuell einstellen. Außerdem gibt es noch die Bildeffekte. Bei der NEX-7 und der NEX-6 sind das: Spielzeugkamera, Pop-Farbe, Tontrennung, Retro, Soft High-Key, Teilfarbe, Hochkontrast Schwarz/Weiß, Weichzeichner, HDR-Gemälde, Sattes Monochrom und Miniatur. Für die Meisten der elf Effekte gibt es noch individuelle Einstellungen, die über die Options-Taste rechts unten neben dem Display aufgerufen werden können.  

Und wie sieht nun die nächste Bewertung aus? Eine schwierige Entscheidung, denn richtig große Unterschiede gibt es nicht. Ich sehe bei der NEX-7 minimale Vorteile, weil sie ein paar mehr Einstellungen hat. Deswegen gibt es ein haarscharfes Pünktchen für die NEX-7.

Und so sieht der aktuelle Zwischenstand aus:
NEX-7 – NEX-6        7 : 5

 

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TOP 3 – Auslöseverzögerung und Serienbildgeschwindigkeit

Was bringt die beste Kamera, wenn sie nicht flott ist. Und flott heißt: kurze Auslöseverzögerung und eine schnelle Serienbildfunktion. Fangen wir mit der Auslöseverzögerung an. Eines ist klar, hat man bereits aufs Motiv fokussiert, ist die Auslöseverzögerung bei jeder Kamera minimal. Eine Verzögerung von deutlich unter 0,1 Sekunden ist überhaupt kein Thema. Interessant wird das Ganze, wenn's um das Thema Point-and-Shoot geht. Was heißt das? Kamera aus der Tasche, Motiv anvisieren und abdrücken. Dabei kommt es nicht darauf an, das Motiv "stundenlang" zu gestalten, sondern den Moment einzufangen. Klassische Point-and-Shoot Momente gibt's im Urlaub auf dem Wochenmarkt, spielende Kinder sind ein tolles Motiv aber auch Tiere, die durch die Gegend toben. Und damit genau das mit einer Kamera funktioniert, ist ein schneller Autofokus elementar. Und natürlich ein Autofokus, der auch den Punkt trifft, sprich knackscharfe Bilder macht. Also, los geht's. Zack, zack – Olsen muss mal wieder dran glauben. Dazu ein paar Schüsse aus der lockeren Hand und meine erste Erkenntnis steht fest: Die beiden NEXen sind echt flott. Und weil ich es ja mal wieder etwas genauer wissen will, mache ich meinen beliebten Stoppuhr-Test. Und auch der bestätigt das Tempo der Sonys. Zwischen 0,2 und 0,4 Sekunden vergehen, bis die Kameras fokussiert und ausgelöst haben.

Das war der Test bei Tageslicht. Aber was passiert in der Dämmerung bei schlechterem Licht? Beide Kameras haben ein Autofokus-Hilfslicht, das dann beim Fokussieren unterstützt – falls du es im Einstell-Menü eingeschaltet hast. Eine gute Idee, die natürlich nicht neu ist und andere Hersteller ebenfalls einsetzen. Nur frage ich mich, warum das rote AF-Hilfslicht ausgerechnet neben dem Auslöser und Griff an der Kameravorderseite ist. Mit meinen dicken Fingern ist es garantiert immer so, dass ich die Funzel teilweise verdecke. Was passiert? Es kommt nur ein Teil des Lichtes beim Motiv an und die Kamera tut sich sichtlich schwerer, schnell zu fokussieren. Also liebe Kamerahersteller: denkt doch mal an die Jungs mit den dicken Fingern und sucht euch einen anderen Platz fürs AF-Hilfslicht. Gebe ich mir Mühe und versuche das Licht nicht zu verdecken, sind die NEXen auch wieder flott. Klar kommt es vor, dass die Kamera mal den Fokus vor und zurückfahren muss, um die Schärfe zu treffen, aber das kommt nur recht selten vor. Insgesamt bin ich mit der Auslöseverzögerung und dem Treffen der Schärfe sehr zufrieden.  

Und wie sieht's nun mit der Serienbildgeschwindigkeit aus. Zwei Tempi kann ich im Kamera-Menü unter dem Punkt "Bildfolgemodus" wählen. Ist der Punkt "Serienaufnahme" gewählt, machen die Kameras gut drei Bilder pro Sekunde. Wobei bei der NEX-7 schon nach etwa 15 bis 20 Bildern das Tempo etwas in den Keller geht, bei der NEX-6 sind es immerhin 30 bis 35 Fotos, bevor das Tempo gedrosselt wird. Hier schlägt die höhere Auflösung der NEX-7 erbarmungslos zu. Bei jedem Foto muss die Kamera acht Millionen Bildpunkte zusätzlich verarbeiten. Beide Kameras können aber auch noch flotter. Dazu wird in dem vorher erwähnten Menü der Punkt "Bildfolgezeitprio." gewählt. Jetzt legen die Kameras im ICE-Tempo von 10 Bildern/Sekunde los. Das halten die NEXen für immerhin rund 18 Bilder durch, bevor aus dem ICE ein Bummel-Zug wird.   

Jetzt fragt ihr euch bestimmt: Was ist denn der Unterschied zwischen den beiden Einstellungen außer dem Tempo? Ganz einfach: In der langsamen Geschwindigkeit werden Autofokus und Belichtung kontinuierlich nachgeführt. Sprich: Auch wenn sich im Motiv etwas bewegt und auf dich zukommt oder sich von dir entfernt, stellt die Kamera bei jeder Aufnahmen scharf und misst die Belichtung. Legt die Kamera im ICE-Tempo los, wird nur bei der ersten Aufnahme der Focus und die Belichtung bestimmt – dann nicht mehr. Für sich bewegende Motive ist diese Einstellung also nicht geeignet. Ebensowenig, wenn sich von Aufnahme zu Aufnahme die Helligkeit ändert. Beispielsweise bei einem schnellen Schwenk.

Apropos Schwenk: Mit beiden Kameras lassen sich Schwenkpanoramen aufnehmen – mit der NEX-7 sogar in 3D. Ich glaube ich hatte das weiter oben schon mal erwähnt ...

Ach ja, unter dem Punkt "Bildfolgemodus" findet ihr auch den Selbstauslöser – ziemlich gut versteckt finde ich. Einstellung wie gehabt zwei oder zehn Sekunden, auszuwählen über die Options-Taste unten rechts neben dem Display. Dabei frage ich mich gerade: Warum machen eigentlich alle Hersteller die gleichen Vorlaufzeiten? Gibt es da so etwas wie ein Selbstauslöser-Kartell? Man könnte doch auch vier und zwölf Sekunden nehmen. Fände ich einen guten Beitrag zur Entschleunigung des Lebens. Ach ja, zur Ehrenrettung von Sony sei gesagt, das sie noch eine Selbstauslöser-Funktion oben drauf gepackt haben: Die Selbstauslöser-Serienbildfunktion. Dabei macht die Kamera nach zehn Sekunden drei oder fünf Bilder in Folge. Auszuwählen geht das über – richtig: Die Optionstaste unten rechts neben dem Bildschirm.  

Was noch unter dem Punkt "Bildfolgemodus" versteckt ist: Die Bracketing-Funktion oder auch auf Deutsch, die Belichtungsreihe. Dabei macht die Kamera drei Bilder in Folge mit unterschiedlicher Belichtung. Ein kleiner Trick sei noch verraten – ach nee, den kennt ihr ja schon: Wenn du unten rechts den Knopf neben dem Display drückst, kannst du einstellen um wieviel Blendenstufen die einzelnen Aufnahmen sich unterscheiden sollen. Bei der NEX-6 sind das 1/3 Blende, 2/3 Blenden, 1 Blende, 2 Blenden oder 3 Blenden – mehr braucht man nicht. Warum es bei der NEX-7 nur 1/3 Blende und 2/3 Blenden sind, wird wohl ein Geheimnis von Sony bleiben.

Zeit für die nächste Punktewertung: Die Unterschiede sind wieder so minimal, dass die Entscheidung schwer fällt. Da die NEX-6 aber ein paar mehr Optionen hat und bei der Serienbildfunktion etwas länger durchgehalten hat, gibt's diesmal einen Punkt für die NEX-6

Was dann in Zahlen so aussieht:
NEX-7 – NEX-6       7 : 6

 

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TOP 4 – Videoqualität

Hätte mir vor ein paar Jahren jemand gesagt, dass man mit einer Digitalkamera Videos in top Qualität drehen kann, hätte ich ihn ausgelacht. Heute bleibt mir das Lachen im Hals stecken – aber nicht etwa vor Schreck, sondern vor Begeisterung. Bisher ist das Thema Video immer das Letzte auf meiner Test-Liste und irgendwie ein bisschen lästig. Ich bin nun mal Fotograf und kein Videot. Außerdem kann ich Beispielfilme nicht ohne Probleme im Internet zeigen, da man nirgends Videos in voller HD-Auflösung mit 50p hochladen kann – und nur das macht Sinn, wenn man die Qualität wirklich beurteilen will. Bei den letzten Kameras, die ich getestet habe, habe ich gemerkt, dass Video doch Spaß machen kann, und: die Ergebnisse begeistern mich. Mit den beiden NEXen habe ich Videos in voller HD-Auflösung mit 50p und einer Datenrate von 28 Mbit/s. gedreht. Und ganz ehrlich: die Qualität ist genial. Sie liegt auf jeden Fall auf dem Niveau eines guten Mittelklasse-Camcorders, wenn nicht sogar darüber. 

Die Bilder beider NEXen sind knackscharf und zeigen brillante Farben. Bei Schwenks läuft das Bild geschmeidig und weich, ohne Schlieren, Ruckeln oder sonstige Störungen. Bei Entfernungswechseln ziehen die Kameras die Schärfe zügig und gleichmäßig nach, ohne lästiges Pumpen. So stelle ich mir Videoaufnahmen mit einer Digitalkamera vor. Mit dem neuen Power-Zoom-Objektiv macht sogar das Zoomen Spaß und gelingt im Handumdrehen – ohne Ruckeln, Wackeln oder Finger-Yoga. Und der Motor des Objektivs ist so leise, dass man ihn tatsächlich in der Aufnahme nur hört, wenn man Stille aufnimmt. Bei normalen Aufnahmen ist der Zoom nicht zu hören.

Apropos hören: Während die Bildqualität der beiden NEXen identisch ist – zumindest kann ich keine Unterschiede erkennen – kann man bei der NEX-7 den Ton aufpeppen. An die lässt sich nämlich ein externes Mikrofon anschließen, das geht bei der NEX-6 nicht. Was aber beide können und ich klasse finde: Das Bild wird sowohl bei der NEX-6 als auch bei der NEX-7 über den HDMI-Ausgang ausgegeben – sowohl im Standby, als auch während der Aufnahme. Damit eignen sich die NEX-6 und 7 nicht nur für Youtube-Selbstportraits-Filmchen – wie ich sie regelmäßig drehe –, sondern auch für den professionellen Einsatz. Denn so kann ein externer Monitor angeschlossen werden und das Bild darüber präzise beurteilt werden. Und noch etwas Positives: Sowohl die Bildeffekte, als auch die Einstellungen des Kreativmodus können auch beim Filmen verwendet werden. Sprich: Ein tolles Schwarz-Weiß-Video lässt sich genauso drehen, wie eins mit dem aus der Werbung bekannten Spielzeug-Effekt. Ihr merkt: Meine Begeisterung ist groß. Ach ja, der Ordnung halber erwähne ich es noch mal: Beide Kameras haben einen Videoauslöser, mit dem die Aufnahmen gestartet werden. Sollte der mal nicht reagieren, schau im Einstellmenü nach, ob der Punkt "MOVIE-Taste" noch auf "Aus" steht.

Mit beiden Kameras sind übrigens nicht nur Aufnahmen im AVCHD-Format möglich, sondern auch im MP4-Format. Und wozu braucht man das? Wer die Videos gerne auf dem Computer nachbearbeiten möchte, aber einen nicht ganz so leistungsstarken PC hat, stößt mit dem AVCHD-Format schnell an die Grenzen. Und genau dafür ist das MP4-Format ideal. Auch ältere PCs mit geringerer Leistung kommen mit den Dateien klar. Und: Wer Videos auf einem Tablett-Computer, beispielsweise dem iPad, bearbeiten möchte, ist auf dieses Format angewiesen. 
 
 
 
 
Exkurz zu den Themen HD-Video, Bildwiederholfrequenz und Datenrate

Wie die beiden Sonys beweisen, sind die Zeiten, in denen Fotoapparate grieselige, unscharfe und falsch belichtete Filme aufnahmen, längst vorbei. HD (High Definition = Hohe Auflösung) ist heute der Standard. Und was heißt das? Die Videos haben eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten, dies entspricht Full-HD. Das ist die gleiche Auflösung, die moderne Flachbildfernseher haben. Zum Vergleich: die ersten Filmchen, die man mit Fotokameras machen konnte, hatten eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten, das entspricht 0,3 Megapixel. Die HD-Auflösung hat 2 Megapixel, das ist das knapp siebenfache. Und das sieht man natürlich auch in den Aufnahmen. Neben der Full-HD-Auflösung gibt es auch noch die einfache HD-Auflösung mit 1280 x 720 Bildpunkten. Achtung: Häufig wird bei Kameras für Videos in HD-Auflösung geworben. Meist ist dann aber nur die "kleine" HD-Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten gemeint. Der Unterschied zwischen Full-HD und normalem HD ist auf einem guten TV-Bildschirm sichtbar. Feine Details werden in der Full-HD-Auflösung besser wiedergegeben, feine Strukturen kommen besser zur Geltung.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Bildwiederholrate – sprich: Wie häufig wird das Bild gespeichert. Das Maximum sind 50 Bilder pro Sekunde, auch Bildwiederholrate genannt (zur Ergänzung, damit es kein Gemecker gibt: Profikameras können auch eine Bildwiederholrate von 60 Bildern/Sekunde haben). Um die Verwirrung noch weiter zu vergrößern: 50 Bilder pro Sekunde sind nicht gleich 50 Bilder pro Sekunde. Den kleinen aber feinen Unterschied macht der Buchstabe nach der Bildwiederholrate: 50p oder 50i. Der Buchstabe "p" steht dabei für den Begriff progressive und "i" für interlaced. Und was bedeutet das nun? Bei 50p nimmt die Kamera 50 mal pro Sekunde die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten auf, das ist das Optimum was geht. Bei 50i nimmt die Kamera zwar auch 50 Bilder pro Sekunde auf, allerdings jedesmal nur die halbe HD-Auflösung. Und wie muss ich mir das vorstellen? Das Bild besteht ja aus 1920 Bildpunkten nebeneinander und 1080 Bildzeilen. Im Modus Interlaced nimmt die Kamera beim jedem Bild immer nur jede zweite Zeile auf. Also: Beim ersten Bild werden die Zeilen 1, 3, 5, 7 usw. aufgenommen. Beim zweiten Bild die Zeilen 2, 4, 6, 8 usw. Für die Kamera bedeutet das schlicht und ergreifend: weniger Rechenarbeit, da nur die Hälfte der Daten verarbeitet werden muss. Und welchen Unterschied macht das für den Betrachter und die Bildqualität? Theoretisch sollte ein Unterschied zwischen 50p und 50i sichtbar sein. Praktisch wirkt der sich allerdings nur dann aus, wenn sich im Motiv Dinge befinden, die sich schnell bewegen. Denn dann passen die jeweiligen Halbbilder nicht mehr perfekt zueinander und man hat das Gefühl, das Bild ist minimal unscharf. Bei den Dingen, die sich schnell bewegen, können außerdem leichte Schlieren sichtbar sein. Bei Motiven, in denen sich nur wenig bewegt, ist der Unterschied zwischen 50i und 50p praktisch nicht sichtbar. Viele Kameras bieten die Möglichkeit, zwischen 50i und 25p zu wählen. Sprich: entweder macht die Kamera 50 Halbbilder pro Sekunde oder 25 Vollbilder pro Sekunde. Mein Tipp: Bei "schnellen" Motiven wählt man 25p, bei ruhigen Motiven 50i.

Noch ein weiterer Parameter ist wichtig. Das ist die sogenannte Datenrate. Beim Aufnehmen des Videos werden die Filmdaten von der Kamera komprimiert. Das ist ähnlich wie beim Fotografieren das JPEG-Format. Die Komprimierung ist erforderlich, da die Datenmenge nicht zu handhaben wäre, wenn jedes Bild unkomprimiert – quasi im RAW-Format – gespeichert würde. So wie es keine einheitliche JPEG-Komprimierung gibt, gibt es auch keine einheitliche Video-Komprimierung. Zwar sind die Filme im sogenannten AVCHD-Format gespeichert und können problemlos wiedergegeben werden – wie bei JPEG-Bildern – dennoch unterscheiden sie sich in der Datenrate. Die wird in Megabit pro Sekunde (MBit/Sek. oder auch Mbps) angegeben. Je höher die Datenrate, um so weniger wurde das Ausgangsmaterial komprimiert und um so besser sollte die Qualität sein. Das Maximum liegt übrigens bei 50 MBit/Sek. Auch hier noch die Ergänzung: Ja es gibt Profi-Kameras, die das Bild unkomprimiert speichern.

Soweit der kleine Exkurs zum Thema Videoaufnahmen. Und nun geht's an die Wertung. Und die fällt mit einem hauchfeinen Vorsprung zugunsten de NEX-7 aus. Warum? Weil sie einen externen Mikrofon-Anschluss hat. 

Und der Zwischenstand sieht dann so aus:
NEX-7 – NEX-6       8 : 6

 

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TOP 5 – WLAN-Funktionen der NEX-6

Jetzt kommt die Disziplin, in der die Wertung schon vorher fest steht: Die WLAN-Funktion der NEX-6. Denn: Die NEX-7 hat keine WLAN-Funktion. Immer mehr Hersteller bauen in ihre Kameras ein WLAN-Modul ein. Allerdings sind die Funktionen, die man damit nutzen kann, unterschiedlich. Und welche Möglichkeiten bietet die NEX-6? Fangen wir mit der einfachsten an: Der Kamera-Fernsteuerung. Dazu muss auf ein passendes Smartphone oder Tablett eine entsprechende App installiert werden. Nun wird im Menü "Applikation" die "Smart-Fernbedienung" gestartet. Auf dem Smartphone oder Tablett muss nun die WLAN-Adresse der NEX-6 gesucht werden, um beide Geräte miteinander zu verbinden. Dann wird die App aufgerufen und schon erscheint das Bild, das die Kamera gerade aufnimmt auf dem Display des mobilen Gerätes. Viel lässt sich jetzt allerdings nicht einstellen: Belichtungskorrektur und Selbstauslöser sind die einzigen Funktionen. Das ist nicht gerade viel. Hier hätte ich deutlich mehr Funktionen erwartet. Schade, da hat Sony eine große Chance verpasst, ambitionierten Fotografen eine tolle Möglichkeit zur professionellen Kamerasteuerung zu geben.

Der zweite Punkt sind die "PlayMemories Camera Apps". Hier lassen sich verschiedene Anwendungen auf die Kamera laden. Im Moment ist die Auswahl allerdings nur sehr gering. Aber: wenn Sony das Thema richtig angeht, steckt da noch eine Menge Potential drin. Der dritte und interessanteste Punkt ist "Direktes Hochladen". Über diesen Punkt kannst du Aufnahmen direkt in die Play-Memories Foto-Cloud laden oder auf Facebook veröffentlichen. Mehr geht noch nicht, weder Flickr noch Youtube. Auch hier hätte ich deutlich mehr Funktionen erwartet. Aber das was da ist, geht gut. Zunächst muss ein WLAN-Zugangspunkt gewählt werden und der Netzwerk-Schlüssel eingegeben werden. Das ist erwartungsgemäß recht umständlich, da die NEX-6 keinen Touchscreen hat und alle Buchstaben und Ziffern per Drehrad angesteuert werden müssen. Genauso geht das bei den Bildkommentaren und Zugangsdaten – ein recht umständliches und langwieriges Unterfangen, zumal ich nicht herausgefunden habe, wie man eine deutsche Tastatur mit Umlauten aktivieren kann. Und noch ein Problem: bei der Eingabe kann es vorkommen, dass die Tastatur bei den Eingabefeldern nicht eingeblendet wird. Falls das Problem bei euch auch auftaucht - einfach die Kamera einmal aus- und wieder einschalten – dann klappt's auch mit der Eingabe. Ist die Facebook-Freigabe erteilt, dauert es nur wenige Sekunden und das Bild ist veröffentlicht. Das klappt prima.

 

Tja, und das war's dann aber auch schon mit den WLAN-Funktionen. Zumindest auf ein Apple iPad oder iPhone lassen sich Bilder nicht direkt übertagen. Den Komfort einer Eye-fi-Karte bietet die NEX-6 nicht. Bei der wird direkt nach der Aufnahme das Bild auf iPhone, iPad oder Computer übertragen. So lässt sich schnell und ohne Verzögerung das Ergebnis kontrollieren. Die Ansätze bei Sony sind gut, aber es fehlen einfach noch eine Menge Funktionen, um es zu einer sinnvollem Applikation zu machen. Ich hätte hier mehr von Sony erwartet: Upload auf Flickr und Youtube, direkter upload auf externe Geräte und eine bessere Kamera-Steuerung per Mobil-Gerät. Ich hoffe, Sony legt hier per neuen Applikationen nach und erweitert die Funktionen nach und nach.

Über die Wertung hier brauchen wir nicht zu reden: Der Punkt geht klar an die NEX-6.

 

Der Endstand sieht dann also so aus: 
NEX-7 – NEX-6       8 : 7

 

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Finale – Mein Fazit

And the Winner is: Die Sony NEX-7. Mit einem hauchdünnen Vorsprung sicherte sie sich den Sieg. Der Hauptgrund: Die bessere Bildqualität. Die NEX-7 spielt da ihre 24 Millionen Bildpunkte gegen die NEX-6 aus. Was aber nicht heißen soll, dass die Bildqualität der NEX-6 schlecht ist. Ganz im Gegenteil: Wer nicht jedes seiner Bilder im Format 60 x 40 Zentimeter abziehen will, ist mit der NEX-6 bestens bedient. Gerade im High-ISO-Bereich macht sie der NEX-7 die Vorherrschaft streitig. Die spielt ihre Vorteile vor allem bis zu Werten von ISO 400 aus. Da ist die Detailwiedergabe extrem gut und beeindruckend. Pixel-Junkies kommen also kaum drum rum, die 200 Euro mehr für die NEX-7 auszugeben.

Ein wenig Kritik muss ich für die Bedienung der NEXen los werden. Ich finde die Menüs etwas umständlich und nicht an allen Punkten intuitiv bedienbar. Mir fehlt die klare Linie – zu viele Einstellungen sind in verschiedene Menüs verstreut, da fehlt mir die Logik. Zu oft musste ich erst mal die Menüs durchsuchen, um die passende Einstellung zu finden. Und: ich mag eine direkte Bedienung von bestimmten Funktionen, für die es dann eine bestimmte Taste oder ein Drehrad gibt. Da die beiden NEXen jedoch mit Knöpfen geizen, geht eben viel über doppelt belegte Tasten, was die Bedienung nicht gerade vereinfacht. Aber nicht, dass ihr mich falsch versteht - die NEXen lassen sich bedienen, nur man muss sich mit den Menüs beschäftigen und wissen was man macht. Ich glaube, am problematischsten wird es, wenn du nur sehr selten mit den Kameras fotografierst. Viele Einstellungen und Funktionen vergisst man einfach schnell und muss dann beim nächsten Einsatz wieder von vorne anfangen. Das gilt gerade für diejenigen unter euch, die sich ihre NEX gerne individuell anpassen wollen. Wer da nach einer langen Pause wieder zur Kamera greift, sollte sich auf eine erneute Einarbeitungszeit gefasst machen. Und natürlich ist es eine Geschmackssache, ob man lieber zwei nebeneinanderliegende Drehräder hat, oder zwei die übereinanderliegen, von denen sich allerdings nur eins frei belegen lässt. Hier muss jeder selbst abwägen, mit was er besser klar kommt. Was die sonstige Ausstattung anbelangt, schenken sich beide Modelle nicht viel. Einzige Ausnahme: Die WLAN-Funktion. Wer darauf wert legt, wird wohl zur NEX-6 greifen – auch wenn die WLAN-Funktion noch nicht so ganz ausgereift ist. 

Überrascht hat mich ganz klar die Qualität der Videoaufnahmen. Wer darauf Wert legt, wird mit beiden NEXen viel Spaß haben und tolle Ergebnisse erzielen. Was ich mir bei den Sonys wünsche, ist ein Touchscreen. Auf den möchte ich zukünftig nicht mehr verzichten. Ich habe mich inzwischen so sehr mit dem Touchfokussieren angefreundet, dass ich diese Funktion sehr häufig nutze und sie mir die Arbeit deutlich erleichtert. Gut, ein Dreh- und Klappmonitor wäre auch nicht schlecht, aber da bieten die Sonys ja zumindest ein wenig Komfort. 

Für mich sind beide Modelle eine klare Kaufempfehlung. Zu beiden Kameras gibt es reichlich Zubehör und eine gute Objektivauswahl. Mit entsprechenden Adaptern lassen sich unzählige Fremdobjektive an die NEXen anschließen – inklusive der Luxus-Linsen von Leica. Mir hat der Test viel Spaß gemacht, weil es zwei tolle Kameras sind, die eine Menge zu bieten haben. Und wenn ihr mich jetzt fragt: Für welche würdest du dich entscheiden? Ich würde die NEX-7 nehmen und die mit einer Eye-fi-Karte betreiben. Damit hätte ich die WLAN-Funktionen, die ich brauche und top Bildqualität im niedrigen ISO-Bereich. In den sauren Apfel der beiden Drehräder – die mir persönlich nicht so sympathisch sind – würde ich dann notgedrungen beißen. 

Ach ja, eins hätte ich fast vergessen: Bestellt euch bloß gleich einen zweiten Akku zu den NEXen. Denn die waren während der Tests ruck-zuck leer. Irgendwie sind die Dinger entweder ein bisschen schwach auf der Brust oder die Sonys sind extrem energiehungrig. Aber eins ist zumindest gut: die angezeigte Restlaufzeit stimmt ziemlich genau mit der Realität überein.

Ich hoffe, euch bringt der Vergleichs-Test Sony gegen Sony ein paar spannende Informationen – egal, ob ihr gerade plant eine Kamera zu kaufen, oder euch einfach nur so für das Thema Fotografie interessiert oder schon mit einer der NEXen fotografiert. Es würde mich freuen, wenn es euch gefallen hat und ihr Ralfs Foto-Bude weiter empfehlt.

 

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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